Von Karl-Heinzis und Schwibbel-Schwabbels (Zelda: Breath of the Wild)

Am liebsten schaut meine Freundin nur zu.
Ja, das ist so. Müsst gar nicht so verwirrt gucken.
Mehr darüber erfahrt ihr in meiner Videogame-Kritik zu „Zelda“!

Videogame-Kritik

Japan 2017
Nintendo Switch / Wii U
Action / Adventure / Open World / / Single Player
Cast & Crew (auf IMDB)

Inhalt:

Link hat mal wieder sein Gedächtnis verloren. Und während er das zerfallene Königreich Hyrule erkundet, wird ihm bewusst, dass nur er es vor der Verheerung Ganons bewahren kann. Na toll…

Trailer:

Persönlicher Bezug:

„Da ist doch was!“; der wahrscheinlich am meisten gesagte Satz, wenn ich „Breath of the Wild“ zocke und meine Freundin neben mir sitzt. Mittlerweile schon ein Running-Gag, aber einer, der das Spielgefühl nahezu perfekt beschreibt. „Breath of the Wild“ fördert und fordert zu jeder Zeit den Entdeckerdrang des Spielers. Überall gibt es etwas zu entdecken, und so fallen schon mal Sätze wie: „Nur noch diesen einen Schrein.“, „Nur noch mal schauen, wohin dieser Weg führt“ oder „Nur noch dieses eine Krog-Rätsel“. Natürlich unnötig zu erwähnen, dass es nie bei dem „Nur noch“ bleibt. Und so ist es sogar für meine Freundin interessant, einfach nur zuzuschauen. Wenn das nicht mal eine Win-Win-Situation für uns beide ist… 😉

Und ja, am liebsten spiele ich, wenn mir meine Freundin dabei zusieht, denn ihre Kommentare kommen schon fast an die von Manni Breuckmann und Frank Buschmann aus der FIFA-Spielereihe heran. Besonders gelungen ihre Bezeichnungen für wiederkehrende Gegner, wie z.B. Karl-Heinzis, Schwibbel-Schwabbels oder FettiMcFettFetts…

Ihr wollt wissen, welche Gegner sich dahinter verbergen? Na, dann lest am besten schnell weiter und schaut euch die Bilder an! Falls euch beim Spielen andere Bezeichnungen eingefallen sein sollten, schreibt sie gerne in die Kommentare.

Rezension:

Zu Beginn macht es „Breath of the Wild“ dem Spieler sehr leicht. In den ersten Spielstunden befinden wir uns auf einem Plateau, das als Tutorial dient, und von dem wir nur mit einem Parasegler herunterkommen, den wir uns natürlich erst erspielen müssen. Das Spiel streut immer wieder Hinweise zur rechten Zeit ein, sodass wir stets wissen, was wir zu tun haben; oder vielmehr: was wir tun können.

Denn der Möglichkeiten sind mannigfaltige. Die Umwelt im ersten Open World-„Zelda“-Spiel kann nämlich komplett beeinflusst werden, d.h. z.B. fällen wir einen Apfelbaum, nehmen das Holz und die Äpfel, machen damit ein Feuer und braten diese Äpfel dann auch noch. Kochen sollte man nämlich regelmäßig, um seine Herzen nach Gegnerattacken wieder aufzufüllen. Bis das Gericht fertiggestellt ist, ertönt eine „fetzische Mucke“, wie meine Freundin nicht müde wird zu betonen.

Andere Möglichkeit: Ihr rollt einen größeren Stein den Berg herab, um damit Gegner platt zu machen. So gut wie alles, was man sich vorstellen kann, ist in „Breath of the Wild“ möglich und hier übertrifft es meiner Meinung nach sogar andere Open World-Spiele wie z.B. „Grand Theft Auto“. Das hat einen entscheidenden Grund: Die Spielewelt „Hyrule“ lebt!

Wenn es regnet, rutscht man beim Klettern dauernd ab. Wenn es blitzt, sollte man keine metallenen Gegenstände angelegt haben, da man ansonsten gegrillt wird. Und wenn es schneit, sollt man besser Chili gegessen oder seinen Wintermantel übergeworfen haben. Das alles mag nervig klingen, trägt aber unheimlich zur Atmosphäre und Stimmigkeit der Spielwelt bei.

Zudem trifft man überall auf Personen, die einen mit Nebenquests füttern. Oder auf Tiere, die man jagen kann. Oder auf Schreine, die es zu lösen gilt. Apropos Schreine: Diese fungieren als Schnellreisepunkte und sind zugleich Mini-Dungeons. Nach erfolgreichem Abschließen dieser Mini-Rätsel wird man mit Auffüllen der Herzen und Schatztruhen belohnt.

Als größten und einzigen Kritikpunkt möchte ich die viel zu klein geratene Waffentasche erwähnen. So kommt folgendes Szenario ständig vor: Link findet eine Schatztruhe und öffnet sie. Eine Waffe ist darin enthalten und da erscheint auch schon die Meldung: „In deiner Waffentasche ist dafür leider kein Platz mehr.“ Also muss eine andere, nicht so wichtige Waffe abgeworfen werden, um Platz zu schaffen. Und schon muss die Truhe erneut geöffnet werden.

Zwar lässt sich die Waffentasche durch Sammeln und Einlösen von Krog-Samen vergrößern. Da ich aber ständig mit vollen Taschen herumlaufe, wäre eine Software-Lösung wünschenswert gewesen, wie z.B. die Möglichkeit sofort etwas abzulegen, wenn man eine Truhe öffnet. Natürlich könnte man auch einfach vorher schauen, ob die Tasche voll ist, aber wer ist schon so geduldig? 😉

Fazit:

„Breath of the Wild“ lebt vom Entdecken der Spielwelt. Schon sehr früh im Spiel ignoriert man die Hauptquests und stürzt sich einfach so ins Abenteuer. Überall lassen sich Überraschungen und Herausforderungen finden. Was Abwechslungsreichtum und Umfang betrifft, ist dieses Spiel einfach unschlagbar.
Selbst nach „145 Stunden oder länger“, wie mir mein Nintendo Switch-Profil verrät, entdecke ich immer noch Ecken in Hyrule, wo ich noch nie war. Das Spiel ist ein absoluter Pflichtkauf für Nintendo Switch- und Wii U-Besitzer! Es läuft übrigens so flüssig und ohne Fehler, dass es mir in all der Zeit nur ein einziges Mal abgestürzt ist! Unfassbar gut programmiert, Nintendo!

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