Von Laserschwertern und Sushi (Die Filmmusik von John Williams)

Wenn gestandene Männer anfangen zu weinen, dann hat John Wiliams mit Sicherheit etwas damit zu tun. Auch mich hat er zu Tränen gerührt. Wie er das geschafft hat, lest Ihr in meiner Musikkritik!

Kurzinfos zur Person:

John Williams wurde am 08.02.1932 in Floral Park, New York geboren. Schon seit 65 Jahren komponiert er Musik. Dabei räumte er so ziemlich alles an Preisen ab, was man abräumen kann. Nur Walt Disney wurde noch häufiger für den Oscar nominiert als er. Und wenn man sich John Williams‘ Diskografie so ansieht, dann ahnt man auch, warum…

John Williams Tribute Medley:

Persönlicher Bezug:

Im Rahmen eines Hollywood-Stipendiums verbrachte ich den August 2010 in Los Angeles. Am Freitag, den 27. August 2010, besuchte ich mit einigen meiner Kommilitonen das Konzert „John Williams: The Music of the Movies“. Ein Erlebnis, das ich niemals vergessen werde.

Am Hollywood Bowl ist es Tradition, dass man sich bereits viele Stunden vor Beginn einfindet, um ausgiebig im Park zu picknicken. Dieser Tradition beugten wir uns natürlich. Während wir unser unappetitliches Sushi aus dem Supermarkt zu uns nahmen, füllten sich nicht nur unsere Mägen, sondern auch die Reihen vor der Bühne. Wir ergatterten unsere Plätze im hinteren Bereich und warteten darauf, dass es endlich losging…

Und das tat es dann auch. Nachdem John Williams zunächst Werke anderer Komponisten interpretierte (u.a. „Spartacus“ und „Psycho“), begann er dann mit seiner Musik zu „Sabrina“ und „Anatevka“, um sich dann seinen berühmteren Werken zu widmen („Der weiße Hai“ und „Indiana Jones“).

Wer meine Kritik zur „Indiana Jones“-Filmreihe gelesen hat, ahnt vielleicht, warum ich jetzt schon mit den Tränen zu kämpfen hatte. Doch bei dem, was dann folgte, konnte ich sie nicht länger zurückhalten.

Als nämlich die ersten Töne zu „Star Wars“ erklangen, zückten viele Besucher ihre Laserschwerter und schwangen sie – begleitet von Jubelschreien – hin und her. So etwas live mitzuerleben, ist einfach nicht zu toppen. Ihr könnt Euch ein Video davon hier ansehen:

Die schiere Begeisterung bei den Menschen zu sehen, war überwältigend. Als sich die Veranstaltung dem Ende zuneigte, schenkte uns John Williams noch eine Zugabe. Doch so oft die Menge auch nach „Jurassic Park“ verlangte, am Ende erklang dann doch „Superman“. Ein kleiner Wermutstropfen, der jedoch ebenso grandios und unvergleichlich war wie dieser gesamte, perfekte Tag.

Rezension:

Statt einer herkömmlichen Rezension liste ich hier nun meine Lieblingsalben von John Williams inklusive Hörproben auf. Die sprechen deutlich für sich:

– Der weiße Hai (1975) – WikiAmazonHörprobe
– Star Wars Episode 4 (1977) – WikiAmazonHörprobe
– Unheimliche Begegnung der dritten Art (1977) – WikiAmazonHörprobe
– Superman (1978) – WikiAmazonHörprobe
– Star Wars Episode 5 (1980) – WikiAmazonHörprobe
– Jäger des verlorenen Schatzes (1981) – WikiAmazonHörprobe
– E.T. – Der Außerirdische (1982) – WikiAmazonHörprobe
– Star Wars Episode 6 (1983) – WikiAmazonHörprobe
– Geboren am 4. Juli (1989) – WikiAmazonHörprobe
– Indiana Jones und der letzte Kreuzzug (1989) – WikiAmazonHörprobe
– Kevin – Allein zu Haus (1990) – WikiAmazonHörprobe
– JFK (1991) – WikiAmazonHörprobe
– Jurassic Park (1993) – WikiAmazonHörprobe
– Schindlers Liste (1993) – WikiAmazonHörprobe
– Der Soldat James Ryan (1998) – Wiki AmazonHörprobe
– Star Wars Episode 1 (1999) – WikiAmazonHörprobe
– Der Patriot (2000) – WikiAmazonHörprobe
– A.I.: Künstliche Intelligenz (2001) – WikiAmazonHörprobe
– Harry Potter und der Stein der Weisen (2001) – WikiAmazonHörprobe
– Catch Me If You Can (2002) – WikiAmazonHörprobe
– Star Wars Episode 2 (2002) – WikiAmazonHörprobe
– München (2005) – WikiAmazonHörprobe
– Star Wars Episode 3 (2005) – WikiAmazonHörprobe
– Lincoln (2012) – WikiAmazonHörprobe
– Star Wars Episode 7 (2015) – WikiAmazonHörprobe

Fazit:

Zum Zeitpunkt dieses Beitrags ist John Williams 85 Jahre alt. Ich wünsche ihm, dass er gesund bleibt und noch lange, lange Zeit Musik machen kann. Denn so ein Genie brauchen wir einfach hier bei uns auf der Erde!

Veröffentlicht in Musik

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